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Connection e.V. - Aktionen
Connection e.V.
Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

Aktionen
Israel: Zwei Kriegsdienstverweigerinnen erneut verurteilt
Bitte um Protest- und Solidaritätsschreiben
(20.06.2016) 

Die 19-jährige Tair Kaminer hatte am 10. Januar 2016 im Rekrutierungsbüro in Tel Hashomer ihre Kriegsdienstverweigerung erklärt: "Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass. Wir müssen dies jetzt stoppen!" Tair Kaminer wurde inzwischen sechs Mal verurteilt, am 10. Januar zu 20 Tagen, am 2. Februar zu 25 Tagen, am 29. Februar zu 30 Tagen, am 27. März zu 20 Tagen, am 3. Mai zu 30 Tagen und am 19. Juni zu 45 Tagen Haft. Ihre Gesamtstrafe beläuft sich nunmehr auf 170 Tage.

Die 18-jährige Omri Baranes wurde am 16. Mai 2016 zum zweiten mal zu einer Haftstrafe von 30 Tagen verurteilt, nachdem ihr Antrag auf Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung abgelehnt worden ist. Sie hatte im April 2016 bereits eine 7-tägige und im Mai eine 30-tägige Haftstrafe verbüßt. In ihrer Erklärung schreibt sie: "In der Schule werden wir indoktriniert. Uns wird gesagt, dass das Militär entscheidend für unsere Existenz ist. Der größte Teil unserer Steuern wird dafür ausgegeben. Ich glaube, dass alle Menschen Verantwortung für die Sicherstellung humanitärer Werte tragen. Deshalb verweigere ich."

Connection e.V. bittet um Protestschreiben an den israelischen Verteidigungsminister Moshe Ya'alon und um Solidaritätsschreiben an die Kriegsdienstverweigerinnen. Dafür steht unter www.Connection-eV.org/israel-refuser-form ein Formular bereit.

Ukraine: Solidarität mit dem Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba!
Protestieren Sie gegen die Verurteilung! Senden Sie Ruslan Kotsaba eine Solidaritätspostkarte!
(13.05.2016) 

Am 12. Mai 2016 wurde der Journalist und Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba wegen Behinderung der Tätigkeit der Streitkräfte zu einer Haftstrafe von 3,5 Jahren verurteilt. Er wird gegen das Urteil Berufung einlegen.

Am 8. Februar 2015 war der Journalist Ruslan Kotsaba im Gerichtssaal in seiner Heimatstadt Iwano-Frankiwsk im Westen der Ukraine verhaftet worden. Er hatte kurz zuvor in einer Videobotschaft an Präsident Petro Poroschenko erklärt, er werde sich der Einberufung verweigern und würde eher fünf Jahre Gefängnis auf sich nehmen als auf seine "im Osten lebenden Mitbürger" zu schießen. Er rief seine Landsleute auf, ebenfalls den Kriegsdienst zu verweigern. "Kotsaba", so berichtete die tageszeitung am 9. Februar, "hatte 2014 aktiv den Maidan unterstützt. Bei den Präsidentschaftswahlen habe er für Präsident Poroschenko gestimmt. Mehrfach hatte er aus den von den Aufständischen kontrollierten Gebieten berichtet."

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