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Israel: Neuigkeiten zu Noam Gur, Armo Naffa und zur Festnahme von Deserteuren
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Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure
Israel: Neuigkeiten zu Noam Gur, Armo Naffa und zur Festnahme von Deserteuren

Noam Gur mit ihrer Verweigerungserklärung. Foto: Oren Ziv, Active Stills


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Israel: Neuigkeiten zu Noam Gur, Armo Naffa und zur Festnahme von Deserteuren

von New Profile

Dieses Mal haben wir einige Neuigkeiten.

Noam Gur

Noam Gur wurde am 14. Mai aus der Armee entlassen, einige Tage nach ihrer Freilassung aus dem Gefängnis. Kurz vor der Entlassung wurde sie noch zu einer zusätzlichen Haftstrafe von 15 Tagen verurteilt, die sie aber nicht verbüßen muss.

Noam unterliegt somit nicht länger dem Risiko der Inhaftierung. Sie dankt erneut allen für ihre Unterstützung.

Armo Naffaa

Die israelische Polizei verhaftete den 18-jährigen Armo Naffaa aus der palästinensischen Stadt Bit Jan im Norden Israels, nachdem er die Ableistung des Militärdienstes verweigert hatte. Armo Naffaa ist Mitglied der drusischen Religionsgemeinschaft, deren Männer in Israel wehrpflichtig sind. Er schloss sich der Tradition von Drusen an, den Dienst in einer Armee zu verweigern, die einen ethnischen Krieg gegen sie selbst, Palästinenser, führt. Das Arabische Komitee der Drusen gab eine Pressemitteilung heraus und hob „die humanitäre und patriotische Haltung von Naffaa“ hervor, der „die Haft wählte statt Teil einer Besatzungsarmee zu werden“.

Israelische Armee sucht nach Verweigerern

Letzte Woche berichtete die israelische Nachrichtenagentur Ynet über eine umfangreiche Maßnahme, um 4.500 Verweigerer und unerlaubt abwesende SoldatInnen aufzuspüren. Die meisten werden in ein Gefängnis gebracht werden. Wenn sie verhaftet werden, droht den meisten von ihnen ein Strafverfahren (...mehr).

Das erinnert uns alle daran, dass die Verweigerer, die öffentlich ihre Verweigerung erklären und von uns in den Berichten genannt werden, nur eine kleine Gruppe derjenigen sind, die wegen ihrer Verweigerung vom Militär verhaftet werden. Und auch wenn internationaler Druck und eine öffentliche Kampagne wenig ausrichten würde bei Verweigerern, die sich z.B. wegen ihrer Familie der Wehrpflicht entziehen, so ist es doch wichtig, uns ihr Schicksal vor Augen zu halten – und ihre wichtige Haltung, weil sie sich in der Tat gegen die militarisierte soziale Ordnung in Israel wenden.


New Profile: eMail vom 17. Mai 2012. Übersetzung: rf



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