Javascript Menu by Deluxe-Menu.com
Eritrea: Vier Jugendliche nach versuchter Flucht erschossen
Connection e.V.
Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure
Eritrea:  Vier Jugendliche nach versuchter Flucht erschossen

Protestaktion zu Eritrea

English Pages


Zum Weiterlesen

(08.05.2014) 
Dublin II und III: Demonstration gegen Abschiebung - Flugblatt der Aktion
(08.05.2014) 
Bildergalerie: Bildergalerie:
(01.01.2014) 
Eritreische Jugendorganisationen: Eritrea: Stoppt die Sklaverei des unbefristeten Nationaldienstes! - Start der Kampagne
(12.08.2013) 
Verwaltungsgericht Frankfurt: Flüchtlingsschutz für eritreischen Militärdienstentzieher
(01.11.2011) 
Waffenexporte ins südliche Afrika: Ein Geschäft mit dem Tod - Kurzbeschreibung und Inhalt der Broschüre
(15.09.2010) 
Broschüre: Eritrea - Desertion, Flucht & Asyl - Kurzbeschreibung und Inhalt
(01.03.2009) 
Connection e.V.: Eritrea: Bericht von der Protestdemonstration in Frankfurt/M.
(28.02.2009) 
Rudi Friedrich: "Wir müssen diejenigen unterstützen, die sich für das Leben entschieden haben" - Redebeitrag zur Demonstration eritreischer Oppositionsgruppen
(28.02.2009) 
Bildergalerie: Demonstration eritreischer Oppositionsgruppen
(20.02.2009) 
Gemeinsames Komitee der Eritrean Democratic Alliance: Aufruf zu einer friedlichen Kundgebung und Demonstration
(16.02.2009) 
Amerikanisches Team »Freiheit für Eritrea«: Eritrea: "Die Bevölkerung wird als Geisel gehalten" - Interview
(16.02.2009) 
Amerikanisches Team »Freiheit für Eritrea«: Eritrea: "Ich muss der Welt berichten, was dort geschieht" - Interview
(11.02.2009) 
Eritrean Peoples Party (EPP): Eritrea: Abscheuliche Politik gezielter Tötungen fordert vier jugendliche Opfer
Eritreische Antimilitaristische Initiative - Link zu Beiträgen der Gruppe

Eritrea: Vier Jugendliche nach versuchter Flucht erschossen

Eritreische Oppositionsgruppen rufen zur Protestdemonstration auf

von Connection e.V.

Vier Schüler wurden nach einem Versuch, illegal die Grenze nach Äthiopien zu überqueren, vom eritreischen Militär gestellt und ermordet. Das berichtete die Eritreische Volkspartei (EPP) am 11. Februar. Aus diesem Anlass rufen eritreische zivilgesellschaftliche Organisationen und Oppositionsgruppen zu einem Trauermarsch auf:

Samstag, den 28. Februar 2009, 11.00 Uhr

vor dem Hauptbahnhof in Frankfurt/Main

 

Die vier Minderjährigen waren Teil einer Gruppe von insgesamt sechs Jugendlichen, die beim Versuch gestellt worden waren, über die Grenze nach Äthiopien zu fliehen. Soldaten feuerten auf sie. Einer von ihnen konnte nach Äthiopien fliehen, die anderen kehrten zurück, um sich zu verstecken, stellten sich aber schließlich den Soldaten. Sie übergaben den Soldaten ihre Schülerausweise und machten deutlich, dass sie aus dem nahegelegenen Ort kamen. Dennoch eröffneten die Soldaten das Feuer und schossen die fünf verbleibenden Schüler nieder. Goitom Solomon, Kiros Haile, Tesfai Debessai und Mengistu Gergis wurden erschossen. Tekeste Woldai, der nur angeschossen worden war, konnte später fliehen und über die Ermordungen berichten.

Eritrea geht scharf gegen Flüchtige vor, die sich der Wehrpflicht entziehen oder desertieren. In Eritrea unterliegen sowohl Männer, als auch Frauen, mit 18 Jahren der Wehrpflicht. Der Militärdienst wird in der Regel unbefristet verlängert. DeserteurInnen und Kriegsdienstverweigerer werden in Eritrea ohne Kontakt zur Außenwelt und auf unbestimmte Zeit inhaftiert. Einige Zeugen Jehovas sind inzwischen seit fast 15 Jahren in Haft. Es wird geschätzt, dass allein in den ersten beiden Monaten diesen Jahres mehrere Tausend das Land verlassen haben und Schutz in anderen Ländern suchen.

"Die politische Repression hat in den letzten Jahren massiv zugenommen", schreibt das Eritreische Demokratische Bündnis in seinem Aufruf zu Demonstration und Trauermarsch am kommenden Samstag. "Viele Regierungskritiker und politische Gegner sind an geheimen Orten und ohne Kontakt zur Außenwelt inhaftiert. Keiner wurde vor Gericht gebracht, angeklagt oder verurteilt. Eine wachsende Zahl der Eritreer kann sich dem nur durch Flucht entziehen."

 

gez. Rudi Friedrich (069-8237 5534)

 

Weitere Informationen erhalten Sie auch über Yonas Bahta (0162-3680941)


Connection e.V.: Pressemitteilung vom 25. Februar 2009



Stichworte:    ⇒ Aktionsberichte   ⇒ Deutschland   ⇒ Diaspora   ⇒ Eritrea   ⇒ Flucht   ⇒ Kriegsdienstverweigerung

Copyright soweit nicht anders angegeben: © Connection e.V.