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Stichwort: Eritrea
Connection e.V.
Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

Für das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in der Türkei

Berichte und Aktionen

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Eritrea 

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Arbeit von Connection e.V.
März bis Juni 2004
(01.07.2004) 

Von März bis Juni 2004 führten wir Aktionen zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung durch (15. Mai), gaben ein Buch zur Militarisierung und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union heraus, unterstützten die Kriegsdienstverweigerer in Israel und die eritreischen DeserteurInnen, die in Deutschland Asyl suchen.

Eritrea: „Sie übergossen mich mit einem Gemisch aus Milch und Zucker“
(18.06.2004) 

"Daraufhin wurde ich festgenommen. Sie übergossen mich mit einem Gemisch aus Milch und Zucker, fesselten mich und legten mich in die Sonne. Das war Ende Mai/Anfang Juni 1999. zweieinhalb Tage lag ich ununterbrochen gefesselt da. Die Tage waren sehr heiß, nachts war es total kalt. Da verbrannte meine Haut, nach zweieinhalb Tagen war mein Gesicht voller Blasen. Ich hatte auch schreckliche Kopfschmerzen. Vor lauter Schmerzen bin ich fast umgefallen."

Eritrea: »Ich war Feldjäger«
(04.06.2004) 

Ich wurde im eritreischen Militär als Feldjäger eingesetzt. Ich musste Deserteure und Militärdienstentzieher festnehmen. Sie wurden dann schwer bestraft, bis hin zur Exekution.

Eritrea: „Nach der Befreiung erkannten wir nicht das wahre Gesicht der Regierung“
(04.06.2004) 

"Nach der Befreiung erkannten wir nicht das wahre Gesicht der Regierung, auch nicht in den Jahren danach. Erst, als es mir ganz schlecht ging, habe ich gesehen, dass die Situation um mich herum extrem schlecht war. Da habe ich es realisiert. Da hat es klick gemacht. Es war nach der 3. Invasion und nach meiner Festnahme."

Eritrea: „Ich will nie mehr eine Waffe in die Hand nehmen“
(04.06.2004) 

"Als wir die Waffen bekommen sollten, sagte ich: ’Ich habe die Nase voll vom Krieg. Ich will keinen Krieg mehr. Ich habe bei der 3. Invasion gesehen, dass es nur Tote und Verletzte bringt, nur Schaden. Ich will nie mehr eine Waffe in die Hand nehmen, selbst wenn Ihr mich erschießt.’"

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