Förderpreises 2001
Martin-Niemöller-Stiftung 2009
Für das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in der Türkei
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Eritrea: »Ich bin prinzipiell gegen Krieg«
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(02.06.2004)
Ich bin prinzipiell gegen Krieg. Aufgrund meiner religiösen Erziehung, ist Töten, ist Krieg eine Sünde für mich. Als der Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien begann, sah ich viele meiner Nachbarn, wie sie verwundet und verstümmelt wurden. |
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"Besonders schwierig ist die Situation für Frauen"
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(02.06.2004)
"Besonders schwierig ist die Situation für Frauen. Manche sind mit Gewalt nach Sawa zur Grundausbildung gebracht worden. Sie wurden dort wie Sklavinnen gehalten, vergewaltigt. Christinnen wurden so von Muslimen schwanger - und umgekehrt. Manche wurden von ihren Familien verstoßen. Das alles ist für die Frauen kaum zu ertragen. So haben sich einige selbst umgebracht, andere ihr Kind, weitere sind verrückt geworden." |
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Eritrea: „Ich hatte die Nase voll vom Krieg“
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(28.05.2004)
"Nach der 11. Klasse wurde uns gesagt, dass wir das Ergebnis der Abiturprüfungen erst nach der Grundausbildung beim Nationaldienst erfahren würden. Bei einem guten Abschluss hätte man wahrscheinlich studieren können, ansonsten wäre ich wohl beim Militär geblieben. Ich hoffte darauf, dass ich nach der Ableistung des Nationaldienstes den Abschluss bekomme und aus dem Militär entlassen werde. Deswegen bin ich mit 15 Jahren zum Militär gegangen. So wurde ich 1996 in der 5. Runde der Einberufungen zum Nationaldienst rekrutiert und nach Sawa zur Grundausbildung gebracht." |
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Eritrea: „Ich wurde mit der Nummer Acht gefesselt“
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(26.05.2004)
"Danach musste ich meinen Stress runterspülen, ging nach Asmara, trank alkoholische Getränke und kam erst um ein Uhr nachts zur Kaserne zurück. Als ich kam, hieß es: „Stillgestanden!“ Dann wurde ich mit der Nummer Acht gefesselt und drei Tage und drei Nächte liegen gelassen. Seitdem nannte man mich in meiner Einheit ‚Mandela’." |
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Eritrea: „Ich kritisierte das und wurde deshalb terrorisiert“
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(26.05.2004)
"Ich war ständig im Konflikt mit dem Einheitsführer. Er kann alles mit dir machen. Er verfügt über dich. Es ist auch nicht möglich, Beschwerde einzureichen, da die anderen Vorgesetzten ebenso denken. Ich liebe mein Land. Aber seit diesen Ereignissen kam mir der Gedanke: ’Es hat keinen Sinn, ich muss das Land verlassen. Ich kann so nicht überleben. Irgendwann bin ich dran.’" |
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