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Stichwort: Flucht
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Flucht 

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Einige Zahlen zu eritreischen Flüchtlingen weltweit, in Europa, in Deutschland
(08.09.2010) 

Im Jahr 2009 waren 209.200 eritreische Staatsangehörige weltweit als Flüchtlinge registriert. Damit ist Eritrea eines der Länder, aus denen die meisten Flüchtlinge kommen. Bei einer Gesamtbevölkerung Eritreas von 4-5 Mio kann somit von einem Massenexodus gesprochen werden.

43.300 eritreische Staatsangehörige stellten 2009 weltweit Asylanträge. Nach Zimbabwe und Myanmar steht Eritrea damit an dritter Stelle der Hauptherkunftsländer von Flüchtlingen. Nur ein kleiner Teil (5.027 oder knapp 12%) erreichte die EU und stellte dort Asylantrag. Damit ging die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (6.974) zwar um 28% zurück, was jedoch nichts mit einer Verbesserung der Lage in Eritrea zu tun hat. Der Rückgang der Zahlen ist vielmehr auf die sich immer risikoreicher und lebensgefährlicher gestaltenden Fluchtwege nach Europa zurückzuführen.

Eritrea: Politische Verfolgung von Desertion und Verweigerung
(07.09.2010) 

Es war beklemmend. Gemeinsam mit eritreischen Oppositionsgruppen hatten wir Anfang Mai 2008 in Frankfurt/M. eine Kundgebung durchgeführt, um zu verhindern, dass zwei eritreische Deserteure abgeschoben werden. Jedoch wurden sie am 14. Mai 2008 mit einem eigens dafür gecharterten Privatflugzeug nach Eritrea ausgeflogen. Viele hatten davor gewarnt, was bei ihrer Ankunft in Asmara passieren würde: Sie wurden sofort inhaftiert und an einen unbekannten Ort gebracht. Die deutschen Behörden hatten das nicht sehen wollen.

Gibt es einen sicheren Ort für eritreische Flüchtlinge?
(05.09.2010) 

Es sind nun sechs Jahre vergangen, seitdem ich angefangen habe mich gegen die inhumane Behandlung meiner eritreischen Mitmenschen durch die Regierung Eritreas einzusetzen. Es ist wahr, dass Tausende von ihnen das Land auf Grund des unbefristeten Nationaldienstes verlassen haben. Dieser sollte offiziell laut der Erklärung von 1995 befristet sein auf ein Jahr und sechs Monate. In diesem kurzen Text will ich mich nicht auf die Misshandlung durch die eritreische Regierung konzentrieren, die auch von Aktivisten und Menschenrechtsbeobachtern angeprangert werden. Stattdessen werde ich darüber schreiben, wie es denen geht, die diese Diktatur verlassen haben und probieren irgendwo auf der Welt einen sicheren Platz zu finden.

Griechenland: Türkischer Kriegsdienstverweigerer sollte nach Festnahme abgeschoben werden
(10.02.2010) 

Der türkische Verweigerer Rivdan (´Rido´) Ceklik ist am 6. Dezember 2009 in Iraklion auf Kreta mit zwanzig anderen vom griechischen Verhaftungsteam MAT ´präventiv´ festgenommen und dann nach Athen, zuerst ins Attica-Gefängnis und am 24. Dezember ins Abschiebezentrum Petrou Ralli gebracht worden. Nach Interventionen u.a. vom Europäischen Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) kam er am 30. Dezember wieder frei.

Eritrea: Libyen bereitet mit eritreischen Behörden Abschiebung von Flüchtlingen vor
(10.01.2010) 

Eine eritreische Exilgruppe, die Solidaritätsvereinigung für Gerechtigkeit und Demokratie in Eritrea, erklärte, dass die libyschen Behörden mit Vertretern der eritreischen Regierung in Tripolis die Abschiebung Hunderter eritreischer Flüchtlinge vorbereiten, die gegenwärtig in libyschen Gefängnissen leiden.

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