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Stichwort: Inhaftierung
Connection e.V.
Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

Für das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in der Türkei

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Inhaftierung 

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Kolumbien: Kriegsdienstverweigerer Jose Luis Peña verhaftet
Aufruf zu Protestschreiben
(01.12.2010) 

Acción Colectiva de Objetores y Objetoras de Concienica (ACOOC) meldete, dass der Kriegsdienstverweigerer Jose Luis Peña vor Kurzem verhaftet wurde. Obwohl Jose Luis Peña Rueda formal aus dem Militär entlassen wurde und niemals eine offizielle Anklage erhalten hat, wird er weiter wegen Desertion in Haft gehalten. Am 17. November wurde er verhört und wieder zurück in die Haft in Leticia Amazonas gebracht.

Israel: Kriegsdienstverweigerer Omer Shoshan zu 20 Tagen Haft verurteilt
Aufruf zu Unterstützungs- und Protestschreiben
(23.09.2010) 

Der 19-jährige Omer Shoshan aus Yehud bei Tel Aviv hatte vor etwa acht Monaten seinen Dienst in den israelischen Streitkräften (Israeli Defence Forces, IDF) angetreten. Im Militärdienst kam er zur Entscheidung, den Kriegsdienst zu verweigern. Er verließ seinen Posten am 6. September 2010, am 14. September kehrte er zu seiner Militäreinheit zurück. Er wurde zu zwanzig Tagen Haft im Militärgefängnis verurteilt.

Aserbaidschan: Kriegsdienstverweigerer Farid Mammedov zu neun Monaten Gefängnis verurteilt
Aufruf zu Protestschreiben
(17.09.2010) 

Die War Resisters’ International (WRI) hat erfahren, dass der Kriegsdienstverweigerer Farid Mammedov am 8. September 2010, nachdem seine Berufung gegen eine Haftstrafe von neun Monaten verworfen wurde, verhaftet worden ist. Als Mitglied der Zeugen Jehovas verweigert Farid Mammedov den Kriegsdienst aus Gewissensgründen.

Der 22-jährige Farid Mammedov wurde am 16. Juli durch das Bezirksgericht von Baku-Nasimi nach Artikel 321.1 des Strafgesetzbuchs zu neun Monaten Haft verurteilt.

Meine Zeit im Untergrundgefängnis in Wi’a
Ein eritreischer Deserteur berichtet auf der Pressekonferenz
(09.09.2010) 

In Eritrea steckten sie mich Mitte 2008 in Wi’a in ein Gefängnis, das unter dem Namen Under bekannt ist. Es ist eine ehemalige Zisterne, die von den Italienern gebaut wurde, aus Steinen und Zement. Ein kleiner Gang führt mehrere Meter nach unten in einen Raum, der 15 x 10 Meter groß ist. Als ich dort zum ersten Mal hinkam, sah ich nichts. Später konnte ich ein wenig wahrnehmen. Etwa 400 Gefangene waren dort. Es gab keine Fenster, nur den kleinen Gang am Eingang. Es war unerträglich heiß und es gab viel zu wenig Sauerstoff. Wie die anderen zog ich mir die letzten Kleider vom Leib und hatte nur noch meine Unterhose an.

Eritreische DeserteurInnen brauchen Asyl
Begrüßung zur Pressekonferenz "Eritreische Deserteure berichten über Inhaftierung und Folter"
(09.09.2010) 

Deserteure und Deserteurinnen werden in besonderer Weise verfolgt. Sie werden nicht nur als Verräter gesehen. Ihre Handlung, wie auch immer sie motiviert sein mag, wird als Widerstand, als politische Handlung, gegen das Regime gewertet. Das gilt sowohl für die Desertion als auch für die Flucht aus dem Land. Beides wird schärfstens verfolgt. Und hier kann und darf es nur eine Antwort geben: Sie brauchen Asyl.

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