Förderpreises 2001
Martin-Niemöller-Stiftung 2009
Plakatmotiv der Veranstaltungsreihe
Waffenexporte ins südliche Afrika:
Ein Geschäft mit dem Tod
Neue Termine im Herbst 2012
17.-21. Juni 2012
26. Februar bis 9. März 2012
7.-18. November 2011
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Aktion Aufschrei: Emanuel Matondo appellierte an die Politik: „Stoppt die Waffengeschäfte!“Veranstaltungsbericht aus Nottulnvon Robert Hülsbusch
Nottuln. „Aktion Aufschrei“ heißt die bundesweite Initiative gegen Waffenexporte der Bundesrepublik Deutschland. In diesem Rahmen fand am Montagabend im Evangelischen Johanneshaus ein Informationsabend der Friedensinitiative Nottuln zusammen mit der Organisation Connection e.V. statt. Und es war in der Tat ein Aufschrei, den der Referent Emanuel Matondo aus Angola losließ. Nachdem Matondo mit einer Vielzahl von Tabellen und Fakten die Praxis der „en ormen“ Waffenexporte der Bundesrepublik nach Südafrika und Angola referiert hatte, sprach er Klartext: „Die Rüstungsexporte nach Afrika sind schädlich für die Menschen dort. Sie stärken die Diktaturen und fördern die Korruption.“ In keinem Wirtschaftszweig würde die Korruption so blühen wie in der Rüstungsindustrie. Auch für Deutschland sei der Waffenhandel schädlich. Matondo: „Rüstungsgeschäfte übergraben die parlamentarisch-demokratischen Prinzipien. Es wird verheimlicht, gelogen, geschmiert und getrixt.“ Rüstungsexporte pervertierten – so der Journalist, der auch die Praxis der Genehmigungsverfahren in Deutschland intensiv studiert hat - die politische Struktur und die politische Kultur in der Bundesrepublik. An den Exporten nach Südafrika und Angola machte der Referent deutlich, wie die Bundesregierung die Wege für Rüstungsexporte in diese Länder immer wieder zu ebnen sucht. Der Ergebnis: Südafrika kaufte für sieben Milliarden Euro Waffen. Matondo: „Und riesige Summen von Bestechungsgeldern sind dabei geflossen!“ Was könnte man nicht mit diesem Geld alles anfangen, empörte sich der Angolaner – Häuser bauen, Schulen, Krankenhäuser. Auch in Angola trete die deutsche Bundeskanzlerin als „Verkaufshelferin der Waffenindustrie“ auf. Es gehe um riesige Aufträge, allein für 1,2 Milliarden Euro sollen Kriegsschiffe verkauft werden. Für diese Politik hatte Emanuel Matondo nur einen Begriff: „Makaber!“ Deutschland verliere sein Prestige gegenüber den einfachen Menschen in Angola. Matondo: „Wir brauchen keine Waffen! Wir brauchen Entwicklung!“ Mit Waffenexporten in seine ursprüngliche Heimat würde nur der Diktator dos Santos gestützt. Aber auch in Angola wachse eine Jugend heran, die nach Freiheit strebt, die die politische Clique letztlich stürzen will, verglich Matondo mögliche Entwicklungen mit denen in den arabischen Ländern: „Angola wird überraschen wie Tunesien!“ Die Havixbeckerin Hilde Küsche-Über, die seit den 1990er Jahren immer wieder in Angola gearbeitet hat und eine profunde Kennerin des Landes ist, stimmte dem Referenten zu. Bei den Waffendeals gehe es letztlich um Ressourcensicherung und um Absatzmärkte. Ab 2012 würde flüssiges Gas aus Angola nach Deutschland geliefert. Am Ende des Abends unterschrieben zahlreiche Besucher der Veranstaltung die Unterschriftenliste der Aktion Aufschrei „Stoppt den Waffenhandel!“ www.aufschrei-waffenhandel.de Robert Hülsbusch: Aktion Aufschrei: Emanuel Matondo appellierte an die Politik: „Stoppt die Waffengeschäfte!“. 8. November 2011 Foto: Nach der Veranstaltung führten der Referent Emanuel Matondo und Angola-Kennerin Hilde Kusche-Über ihre Gespräche fort Träger der Veranstaltungsreihe: Connection e.V., Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel! und Informationsstelle Südliches Afrika Wir danken für die finanzielle Förderung durch den Evangelischen Entwicklungsdienst und den Katholischen Fonds |






