Förderpreises 2001
Martin-Niemöller-Stiftung 2009
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Initiative der äthiopischen KriegsgegnerInnen - Unser SelbstverständnisUnser SelbstverständnisWir glauben, dass alle Formen von Krieg und militärischer Unterdrückung die Entwicklung von Gerechtigkeit, Freiheit, Demokratie, Rechtssicherheit, Menschenrechten und friedlichen Lösungen in unserem Land und unserer Region behindern. Die Initiative der äthiopischen KriegsgegnerInnen (EWRI) steht für einen andauernden Frieden auf Basis der Menschenrechte wie auch des Rechtes, sich dem Krieg, der Militarisierung, zwangsweiser Einberufung und der Verletzung aller Menschenrechte zu verweigern. Unsere Werte und Prinzipien
Wir lehnen die Unterstützung von Krieg und militärischen Lösungen für Konflikte innerhalb eines Landes oder zwischen Ländern ab; Wir sind offen für weitere Aktive, die unsere Vision und Mission teilen; Wir treten für eine Änderung des Verhaltens zu Krieg und militärischer Unterdrückung ein, um gemeinsam friedliche Lösungen in unserem Land und unserer Region zu erreichen; Wir unterstützen die Arbeit von Gruppen von KriegsgegnerInnen und FriedensaktivistInnen in Äthiopien und anderen Ländern. HintergrundÄthiopien liegt am Horn von Afrika und hat mehr als 70 Millionen Einwohner. Nur Nigeria und Ägypten haben in Afrika eine größere Bevölkerung. Die gegenwärtige Regierung, die Revolutionäre Demokratische Äthiopische Volksfront (EPRDF), hatte das Mengisturegime am 28. Mai 1991 nach 17 Jahren Kampf gestürzt. Der Krieg war blutig. Es starben mehr als 200.000 SoldatInnen. Bis 1991 gab es auch einen 30-jährigen Krieg für die Unabhängigkeit Eritreas von Äthiopien, der Hunderttausenden von SoldatInnen und Zivilisten das Leben kostete. Nur wenige Jahre später, von 1998 bis 2000 gab es einen Grenzkrieg zwischen Äthiopien und Eritrea, mit allein 100.000 Opfern. Eine weitere Folge der Kriege sind viele Opfer und Versehrte, Witwen und Waisen, wie auch soziale und psychologische Probleme in beiden Ländern. Die Kriege und Konflikte werden vom diktatorischen äthiopischen Regime dazu benutzt, Angst unter den ethnischen Gruppen des Landes zu schüren, das Land zu militarisieren und die eigene Macht zu festigen. Die äthiopische Regierung unterhält mehr als 250.000 Soldaten und gibt 30-45% des jährlichen Etats für militärische Zwecke aus, für Kriege und Militäroperationen, die die eigene Macht stabilisieren sollen. Darüber hinaus werden Mittel für viele Militärzentren, wie Hurso, Belti, Berkisheleko oder auch die Debre Zeit Univeristät aufgewendet, um diese für militärische Zwecke und Ausbildung zu benutzen. Dafür verwendet die Regierung internationale Hilfsgelder aus dem Westen, die eigentlich dazu dienen sollen, die Armut im Land zu bekämpfen. Des weiteren gibt es systematische Rekrutierungen durch das Militär. Gegenwärtig setzt die Regierung von Äthiopien Militär im rechtsfreien Somalia ein, um die USA zu unterstützen und die eigene Macht zu stärken. Nach Angaben der Vereinten Nationen und diplomatischen Quellen stehen 6.000-8.000 äthiopische Soldaten in Somalia. Heute wird der Einsatz für Frieden und Demokratie nicht nur abgelehnt. Viel schlimmer: Es drohen Einschüchterungen, Folter, unbefristete Haft und die Todesstrafe. Unsere Mission
Unsere Vorhaben
KontaktInitiative der äthiopischen KriegsgegnerInnen In der Initiative der äthiopischen KriegsgegnerInnen (EWRI) sind Flüchtlinge aus Äthiopien aktiv, die in Deutschland leben. Die EWRI wurde im Oktober 2006 mit Unterstützung durch Connection e.V. und der Eritreischen Antimilitaristischen Initiative (EAI) gegründet.
Selamawit Kahsay Gerberstr. 15 90461 Nürnberg Tel.: 0176-77170631 eMail: selam_sol2008(at)yahoo(Punkt)com
Samson Mulugeta Tefari Am Schulenteich 6 95032 Hof Tel.: 01520-9902867 eMail: kekonen1974(at)yahoo(Punkt)de Quelle: Initiative der äthiopischen KriegsgegnerInnen, Selbstdarstellungsflugblatt vom Januar 2007. Stichworte: ⇒ Äthiopien ⇒ Antimilitarismus ⇒ Flucht ⇒ Krieg ⇒ Menschenrechte ⇒ Projekte ⇒ Selbstorganisation |







Die Initiative der äthiopischen KriegsgegnerInnen ist unabhängig und basiert auf den Werten der Gewaltfreiheit und dem Graswurzelprinzip;